{"id":130,"date":"2020-04-16T10:47:22","date_gmt":"2020-04-16T08:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/marielosophie.de\/?p=130"},"modified":"2020-04-16T10:47:22","modified_gmt":"2020-04-16T08:47:22","slug":"wie-du-deinen-gedanken-auf-die-spruenge-helfen-kannst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marielosophie.de\/?p=130","title":{"rendered":"Wie Du Deinen Gedanken auf die Spr\u00fcnge helfen kannst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Es ist schwierig in Coranzeiten \u00fcber etwas zu schreiben, das nicht von Corona handelt. In der Vergangenheit, als Corona noch nicht in unser aller Leben eingedrungen war, hatte ich &#8211;&nbsp; gef\u00fchlt &#8211; an die 100 Themen \u00fcber die ich schreiben wollte. Jetzt sitze ich hier und mir f\u00e4llt immer nur Corona, Corona, Corona ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und je mehr ich mich dagegen stemme, desto penetranter wird dieser <em>eine<\/em> Gedanke. Und das nervt! Es ist wie bei dem blauen Elefanten und diesem Psychodingsda: \u201eDenke nicht an einen blauen Elefanten\u201c, und bumbs: Der blaue Elefant schiebt sich vor mein inneres Auge. Je mehr man also versucht, <em>nicht<\/em> an etwas zu denken, desto aufdringlicher wird genau <em>dieser<\/em> Gedanke, an den ich doch eigentlich nicht denken will! <\/p>\n\n\n\n<p>Das sind diese psychologischen Tricks, die unser Gehirn mit uns anstellt und bei denen wir ganz sch\u00f6n alt aussehen. Wir meinen ja immer, alles unter Kontrolle zu haben (zumindest unsere Gedanken und unser Hirn), aber das ist der gr\u00f6\u00dfte Irrtum aller Zeiten! Wir entscheiden scheinbar bewusst und <em>selbstverst\u00e4ndlich<\/em> nur rational, nur um sp\u00e4ter <em>bestenfalls<\/em> festzustellen, dass wir doch rein emotional und unbewusst gehandelt haben. Oft dringt aber noch nicht einmal <em>diese<\/em> Erkenntnis bis zu uns durch. Dann gehen wir auch noch der scheinbaren Annahme auf den Leim, rational entschieden zu haben und blocken jeden Rat oder Empfehlung eines wohlmeinenden Dritten ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn wir haben ja den Durchblick und wissen genau, was zu tun ist. Gerade in diesen Tagen kann es jedoch ratsam sein, auch auf den Rat oder die Erfahrung anderer zu h\u00f6ren. Dieser Tage sind wir mehr als kopflos. Das Leben dreht sich gerade von links nach rechts, ebenso die Gedanken. Viele Gedanken kreisen um die Zukunft. Und wie diese wohl aussehen wird &#8211; mit Corona. Denn Corona wird nicht aus unserem Leben verschwinden. Deshalb finde ich auch Formulierungen wie es <em>nach<\/em> Corona weitergeht &#8211; mehr als irref\u00fchrend. Also m\u00fcssen wir uns so gut es geht mit dieser neuen Situation arrangieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen wirklich klaren Gedanken zu fassen ist dabei nicht einfach. Die Gedanken schwirren herum, hinterlassen nach den Verw\u00fcstungen ungute Gef\u00fchle und damit belastet, sollen wir dann auch noch entscheiden, was gut f\u00fcr einen ist und was nicht? Schwierig, schwierig&#8230;Ich m\u00f6chte gerne gelassen sein, es gelingt mir oft auch, aber immer wieder kommt mir dieses Virus in die Gedankenquere. Immer wenn ich gerade an eine sch\u00f6ne Zukunft denke, kommt dieses aaaaaber: Wir haben ja Corona, keiner wei\u00df, wie es wirklich ausgeht. Wir versuchen <em>ins Offen<\/em>e zu entscheiden, wie Merkel das so sch\u00f6n ausdr\u00fcckt.\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p>Ins Offene hei\u00dft, Entscheidungen auf Grundlage von Kriterien zu treffen, die ungenau und durch nichts in der Vergangenheit zu belegen sind. Es sind Wahrscheinlichkeiten, die berechnet werden, mehr nicht. Wir versuchen uns an diesen scheinbaren Fakten entlang zu hangeln und aufgrund dieser Fakten, eine Entscheidung zu treffen. Und wenn wir selbst nicht den Durchblick haben, dann suchen wir uns Experten, die uns die Arbeit abnehmen und mit scheinbar k\u00fchlerem Blick auf die Dinge, Empfehlungen aussprechen. Wir holen uns den Rat eines Dritten, weil hoffen, damit unsere eigene Fehlbarkeit zu kaschieren. Keiner gibt gerne zu, dass er fehlbar ist. Aber genau das ist es: Jeder Mensch ist fehlbar, gerade in seinen Gedankeng\u00e4ngen. Man sieht sich selbst allerdings eher als vernunftbegabtes Wesen denn als fehlbares Konstrukt. <\/p>\n\n\n\n<p>Und hat man einmal eine Entscheidung getroffen, wird es schwer, diese zu revidieren. Denn das bedeutet Schw\u00e4che, das bedeutet Kontrollverlust zugeben. Es bedeutet eben: Fehlbar zu sein. Dabei kann einem nichts Besseres passieren, als diese Erkenntnis. Denn bin ich mir bewusst, dass meine Gedanken nicht unbedingt die Realit\u00e4t widerspiegeln, dann kann ich auch offen sein, f\u00fcr <em>andere<\/em> Ansichten und entdecke vielleicht dadurch eine Perspektive, die mir sonst nicht aufgefallen w\u00e4re. Und ein Blick aus einem anderen Winkel ist immer erkenntnisreich, weil, wie der Name schon sagt, wir von einem anderen <em>Standort<\/em> die ganze Sache betrachten und vielleicht aus diesem Winkel Dinge entdecken, die sonst im Verborgenen f\u00fcr uns bleiben w\u00fcrden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also schwierig in diesen Tagen gute Gedanken zu fassen. Wenn ich mich dazu anleite und mir gelingt es nicht, dann h\u00f6re ich sehr gerne, was mein Partner dazu denkt. Auch wenn ich scheinbar sicher bin, richtig zu denken, wei\u00df ich, dass viele Stolpergedanken im Hirn lauern, die ich nicht bemerke. Mir f\u00e4llt es nicht leicht, mir selbst zu gestehen, dass meine Gedanken auch in eine falsche Richtung laufen und das ich nicht vern\u00fcnftig dar\u00fcber nachdenke, sondern eher meine Emotionen die gedankliche F\u00fchrung haben. Und doch ertappe ich mich zumindest dabei, dass ich l\u00e4nger \u00fcber meine Gedanken nachdenke und ab und zu merke, wie meine Gedanken mich aufs Glatteis f\u00fchren wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Und genau dann ist der richtige Augenblick, entweder dar\u00fcber zu schreiben und sich zu sortieren oder noch besser: Ein Gespr\u00e4ch mit einem uns Vertrauten zu f\u00fchren. So bleibt der Blick offen und die Gedanken werden nochmal frisch durcheinander gewirbelt. Und bestenfalls kommt dabei eine neue oder andere Sichtweise f\u00fcr einen selbst heraus.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><span class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-amber-color\"><strong>Eure Marielosophie<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schwierig in Coranzeiten \u00fcber etwas zu schreiben, das nicht von Corona handelt. In der Vergangenheit, als Corona noch nicht in unser aller Leben eingedrungen war, hatte ich &#8211;  gef\u00fchlt &#8211; an die 100 Themen \u00fcber die ich schreiben wollte. 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